Blog

Yoga Nidra: Warum tiefe Ruhe mehr ist als einfach nur Pause

Yoga Nidra ist eine geführte Praxis, die tiefe Ruhe ermöglicht, ohne dass du dafür etwas leisten musst. Du liegst bequem, hörst einer Stimme zu und lässt dich Schritt für Schritt durch die Übung führen.

Das klingt zunächst ziemlich einfach.

Und genau das ist vielleicht das Schwierige daran.

Denn eine Pause zu machen bedeutet nicht automatisch, innerlich ruhig zu werden. Du kannst auf dem Sofa liegen, während dein Kopf heimlich noch drei Tabs offen hat.

Genau hier wird diese Form der Tiefenruhe interessant.

Was ist Yoga Nidra?

Der Begriff wird häufig als „yogischer Schlaf“ übersetzt. Tatsächlich schläfst du während der Praxis aber nicht unbedingt.

Du liegst normalerweise bequem auf dem Rücken und folgst einer gesprochenen Anleitung. Dabei musst du keine Position halten, nichts erreichen und auch nicht versuchen, besonders gut zu entspannen.

Schon einmal eine angenehme Ausgangslage.

Nach und nach wird die Aufmerksamkeit nach innen geführt. Der Körper kann sehr ruhig werden, während ein Teil deiner Aufmerksamkeit wach bleibt.

So entsteht ein Zustand irgendwo zwischen Wachsein, tiefer Ruhe und Schlaf.

Und nein: Du musst dabei nichts Spektakuläres erleben.

Warum ist diese Praxis heute wieder so interessant?

Die Methode ist keine neue Erfindung. Ihre Wurzeln liegen in der yogischen Tradition.

Inzwischen beschäftigt sich jedoch auch die moderne Forschung zunehmend mit der Frage, was solche bewussten Ruhephasen bewirken können.

Untersucht werden unter anderem Stress, Schlaf, Grübeln und psychisches Wohlbefinden.

Eine größere randomisierte Studie aus dem Jahr 2025 zeigte beispielsweise Verbesserungen bei Stress, Ängstlichkeit, Grübeln und Schlafproblemen nach regelmäßiger Praxis.

Die beobachteten Effekte waren dabei nicht riesig – und genau das ist wichtig zu sagen. Wissenschaft ist schließlich keine Zaubershow.

Trotzdem weisen die Ergebnisse darauf hin, dass bewusste Tiefenruhe mehr sein kann als einfach nur „nichts tun“.

Wer sich die wissenschaftliche Untersuchung genauer ansehen möchte, findet sie hier: Studie zu Yoga Nidra aus dem Jahr 2025.

Pause ist nicht immer Ruhe

Vielleicht kennst du das:

Du sitzt endlich auf dem Sofa.

Der Körper hat Feierabend.

Der Kopf organisiert inzwischen den nächsten Dienstag.

Eine freie Stunde im Kalender bedeutet deshalb noch lange nicht, dass wir innerlich ebenfalls abschalten.

Bei Yoga Nidra entsteht dagegen ein klarer Rahmen, in dem du für eine bestimmte Zeit nichts erledigen, entscheiden oder verbessern musst.

Das klingt banal.

Für viele Menschen ist genau das überraschend ungewohnt.

Und was ist mit Schlaf?

Die Praxis ersetzt keinen guten Schlaf.

Wenn du jede Nacht nur vier Stunden schläfst, kannst du das nicht mit einer halben Stunde Tiefenruhe wieder ausgleichen.

Schön wäre es natürlich.

Sie kann aber eine zusätzliche bewusste Ruhephase schaffen und den Übergang zwischen Aktivität und Entspannung unterstützen.

Manche Menschen schlafen während der Übung ein.

Andere bleiben die ganze Zeit wach.

Beides kann passieren.

Mit zunehmender Erfahrung lässt sich oft feiner wahrnehmen, wie sich der Übergang zwischen Wachheit, Ruhe und Schlaf anfühlt.

Muss man meditieren können?

Nein.

Du musst auch nicht besonders beweglich sein.

Und dein Kopf muss vorher schon gar nicht leer sein.

Falls jemand zuverlässig weiß, wie man das auf Knopfdruck macht, nehme ich gerne Hinweise entgegen.

Bei der Übung folgst du einfach der Anleitung.

Gedanken dürfen auftauchen. Geräusche dürfen da sein. Vielleicht schweift deine Aufmerksamkeit zwischendurch ab.

Dann kommst du wieder zurück.

Mehr ist nicht nötig.

Was kann regelmäßige Tiefenruhe bewirken?

Menschen nutzen diese Form der Praxis beispielsweise, um bewusste Ruhephasen zu schaffen, nach einem intensiven Tag herunterzufahren oder leichter vom Tun ins Nichtstun zu wechseln.

Auch die Vorbereitung auf den Schlaf kann dadurch unterstützt werden.

Dabei fühlt sich nicht jede Stunde gleich an.

An einem Tag entsteht schnell eine tiefe Ruhe.

An einem anderen fällt dir plötzlich ein, dass du noch Milch kaufen musst.

Auch das gehört dazu.

Wie erleben Teilnehmerinnen Yoga Nidra?

Neben Studien interessiert mich natürlich auch, wie Menschen die Praxis tatsächlich erleben.

„Während der Yoga-Nidra-Sitzung fühlte ich mich sehr entspannt und tief in meinem Körper verankert. Danach blieb die Entspannung noch lange spürbar und ich konnte mehrere Nächte sehr gut schlafen.“

Rückmeldung nach einer Yoga-Nidra-Stunde

„Ich konnte völlig loslassen, mich tief entspannen und fühlte mich danach wunderbar geerdet und erfrischt. Deine Stimme hat mich sehr sicher durch diese Reise getragen.“

Rückmeldung nach einer Yoga-Nidra-Stunde

Einzelne Erfahrungen sind kein wissenschaftlicher Beweis. Sie zeigen aber, wie unterschiedlich und gleichzeitig sehr konkret tiefe Ruhe erlebt werden kann.

Tiefe Ruhe kann man üben

Wir trainieren Kraft.

Wir trainieren Ausdauer.

Wir trainieren Konzentration.

Die Fähigkeit, wirklich zur Ruhe zu kommen, behandeln wir dagegen oft so, als müsste sie automatisch funktionieren.

Genau hier bietet Yoga Nidra einen anderen Ansatz.

Ruhe muss nicht erst dann beginnen, wenn endlich alles erledigt ist.

Tiefe Ruhe kann man üben.

Und vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum diese alte Praxis heute wieder so aktuell ist.

Yoga Nidra in Ostermundigen · Bern

Wenn du diese Form der Tiefenruhe selbst erleben möchtest, kannst du sie in der Yogaschule Alicia Kühn in einer kleinen, persönlich begleiteten Gruppe kennenlernen.

Eine Stunde zum Liegen.

Zum Zuhören.

Und einmal nicht noch etwas leisten zu müssen.

Yoga Nidra & Tiefenruhe · Freitagabend

Yogaschule Alicia Kühn
Körperorientierte Begleitung
Ostermundigen · Bern
Krankenkasse anerkannt